Zwei sichere Anlageformen für die kurzfristige Geldanlage
Das Sparbuch und das Tagesgeld sind unterschiedliche Anlageformen für kurzfristige Beträge.Während das Sparbuch insbesondere für Kleinbeträge und ganz unterschiedliche Anlagehorizonte geeignet ist, erfordert die Anlage von Geld als Tagesgeld bei den verschiedenen Banken eine unterschiedlich hohe Mindestanlage (meist ab 2.500,-- Euro oder 5.000,-- Euro möglich).
Die Fristigkeit beider Geldanlagen ist nahezu gleich: Das "normale" Sparbuch (früher gesetzliches Sparbuch genannt) hat für Beträge bis zu 2.000 Euro im Monat keinerlei Kündigungsfrist. Man kann also banktäglich um Schalter gehen und sein Geld abheben. Die meisten Sparbücher werden auch heute noch als echtes Buch in Papierform ausgegeben. Ähnlich funktionieren auch diverse Sparcard-Produkte, bei diesen kann man das Geld aber auch am Automaten abholen. Es ist also für diese kleineren Beträge täglich fällig. Es gibt auch Sparbücher mit längerfristiger Bindung, dort muss man jeden Betrag einzeln kündigen.
Der Bruder des Sparbuches für größere Beträge, das Tagesgeld, hat eine unbeschränkte Auszahlungssumme pro Tag. Meist erfolgt die Auszahlung aber per Überweisung auf ein sog. Referenzkonto. Sind beide Konten auf der gleichen Bank, so erfolgt die Umbuchung am selben Tag, ansonsten können 1 bis 2 Arbeitstage vergehen. Beim Tagesgeld haben Sie also die Möglichkeit immer an Ihr Geld zu kommen und können so die Private Geldanlage effektiv nutzen. Termingeld ist auch eine gute Alternative. Ein Termingeld Vergleich kann Ihnen helfen den richtigen Anbieter für sich zu finden.
Das Tagesgeld bietet aber wesentliche Vorteile gegenüber dem Sparbuch: Bei Festlegung auf einen Zeitraum von 30, 60, 90 Tagen werden die Zinsen exakt nach diesem Zeitraum sofort gutgeschrieben. Somit entsteht relativ schnell ein Zinses-Zins-Effekt. Die Zinsen beim Sparbuch werden dagegen erst am Jahresende gutgeschrieben und auch erst dann mitverzinst.
Das Tagesgeld und das Sparbuch sind im Hinblick auf die Rückzahlungs-wahrscheinlichkeit absolut identische Produkte. Sie werden direkt bei der Bank, z.B. der Merkur Bank, als Einlage in der Bilanz geführt und kommen ohne Zwischeninstitutionen oder Wertpapierherausgeber aus. Somit unterliegen diese ganz im Unterschied zu diversen Zertifikateprodukten der in Deutschland gültigen Einlagensicherung und sind von etwaigen Zahlungsschwierigkeiten der Bank oder gar einem theoretisch möglichen Konkurs nicht betroffen. Somit sind beide Produkte - unabhängig vom Anbieter in Deutschland - komplett sicher.
